vai a facebook

Bookmark and Share

UNSER FRIAUL
News inserita il: 02/07/2008
UNSER FRIAUL Wir sind stärker !
Wir sind stärker !!!!! Marco schreibt uns eine Mail und strotzt für das abendliche EMFinale
vor Zuversicht. Kommt zu uns nach Prepotto, ich reserviere für Franz einen Platz
in der Bar vor dem Fernseher. Für mich auch, lautet die elektronische Bitte der
zugehörigen Ehefrau. In seiner Antwortmail beliebt Marco zu scherzen: ...in Italien,
...nein in Friaul, nein in Prepotto, nein bei uns bleiben die Frauen zusammen und
plaudern.....und die MÄNNER schauen die Partie an, trinken ein Bier.....und wenn alles
gut gegangen ist, dann trinken sie noch ein Bier ! Dann kommt doch lieber zu uns zum
Fernsehen, da dürfen auch die Frauen zuschauen, schicken wir prompt retour. Comunque
vedremo, meint Marco. Na dann, schauen wir mal ! Wenn Ihr gegen 19 Uhr kommt,
essen wir eine Kleinigkeit und dann geht’s los mit dem Match! Wir sind stärker !!!!
Um 20 Uhr ist die Bar in dem kleinen Ort Prepotto in den friulanischen Hügeln schon gut
gefüllt. Heraussen hat der Wirt Maurizio für diesen Abend des für alle sicher scheinenden
Triumphes einen zweiten Fernseher installiert, und auch vor diesem herrscht bereits
fröhliches Treiben. Fast alle Sitze sind schon besetzt, auch von zahlreichen Frauen.
Adriana, die Apothekerin des Ortes, hat zuvor mit ihrem Mann noch in Marcos Trattoria
gegessen und nimmt nun ebenfalls vor dem Bildschirm Platz, so wie etwa andere 50
Tifosi aller Altersstufen. Komm, Gisela, meint Marco, und deutet auf die drei freien
Sessel, die der Wirt für uns reserviert hat. Was trinken wir, will er von Franz wissen ?
Una birra ! Na klar, und nach dem Sieg der Azzurri dann noch eines...... Dass Schwärme
winziger Fliegen von den Gästen Besitz ergreifen, stört niemanden. Forza, Azzurri !
Anpfiff. Aaahhhhh ! Ein Aufschrei ! Balotelli, der Superstürmer, hat zum ersten Mal auf
das spanische Tor geschossen. Der Ball geht knapp am Tor vorbei. Balotelli, Balotelli,
mach es wie gegen die Deutschen, tönt es laut über den kleinen Platz – in Erinnerung an
dessen beide Tore gegen die „Merkel-Squadra“. Just in diesem Moment erscheinen vier
neue Gäste vor der Bar, deutsche Touristen, die in einem nahen Agriturismo wohnen. Sie
bestellen sich Pizza und Bier und sind zur Integration in die Gruppe der Tifosi wild
entschlossen. Ouhhh ! Dieser Aufschrei markiert Entsetzen: Die Spanier haben das erste
Tor geschossen. Das italienische Fernsehen zeigt kurz Premierminister Monti auf der
Ehrentribüne des Stadions. Seine Miene ist noch bedrückter als sonst. C’è Monti in
tribuna, da ist Monti auf der Tribüne, das bringt kein Glück, befürchtet einer an der
Theke lehnend. Oh dio ! Das 2 : 0 ! Kurz ist es ganz still in und vor der Bar. Ein
österreichisches Ehepaar kommt vorbei, sie haben drüben in Marcos Trattoria gegessen.
2 : 0 ! Scheisse, sagt er. Secondo tempo....3 : 2 per Italia, versucht seine Frau die
Runde zu ermutigen. Freundliches Nicken, die Blicke auf die Fernsehbilder wie
festgenagelt. Gefahr... diesmal vor dem spanischen Tor ! Ma dai ! Derlei Anfeuerung hilft
leider nicht. Die abendliche Luft wird jetzt kühler, die Gemüter erregter. Wir müssen die
Kraft des Semifinales entwickeln, tönt der TV-Reporter. Fuori gioco, abseits, zeigt ein
Schiedrichterassistent an. Empörung in und vor der Bar von Prepotto ! Drei Spanier
kreisen Balotelli ein. Gelächter. Drei brauchen sie, um ihn zu stoppen, vergisst einer kurz
den unerfreulichen Spielstand. Ein Foul an einem italiener. Rigore ! Elfmeter ! verlangen
die Zuschauer vergeblich.
Was für ein Fest war die Partie Italien : Deutschland, und jetzt das..... Von derlei
Enttäuschung sind in der Pause die Gespräche bestimmt. Ma bravi ragazzi, aber trotzdem
tüchtige Burschen, motiviert sich einer der Unzufriedenen selbst für die zweite Hälfte.
Schaut nicht gut aus, leidet der Österreicher mit den Italienern. Der nächste Angriff aufs
italienische Tor. Non vi preoccupate ! Macht Euch keine Sorgen, schreit einer im
Vertrauen auf die Fähigkeiten des Torhüters Buffon. Jetzt schießt Pirlo einen Pass zu Di
Natale. Marco ist begeistert: Di Natale hat für seinen Klub Udinese in den letzten drei
Jahren 65 Tore geschossen, jetzt wird’s ernst für die Spanier. Aber Pirols Pass für Di
Natale geht ein bisschen zu weit, der spanische Tormann greift sich den Ball und schon
rollt der Gegenangriff der Spanier. Oh no !!! 74.Minute. Marco bestellt eine Runde Bier,
es wird angestoßen: ....auf ein 2 : 2 !!! Die Hoffnung lebt. Die italienische Nummer 6
bringt die spanische Nummer 15 zu Fall, ganz nahe am Strafraum. Heiterkeit. Wir hatten
zu wenig Zeit zur Erholung, tönt der RAI-Reporter und meint damit offenbar, dass die
italienische Squadra Ermüdungserscheinungen zeigt. Was Folgen hat. 3 : 0 für Spanien.
Ein schriller Schrei. Stai zito, ruft einer, sei ruhig. Che sfiga, ruft ein anderer, was für ein
Pech ! Bravi ragazzi, versucht ein dritter wie in der ersten Hälfte Trost zu spenden. Marco
tut das differenzierter: Aber wir sind jedenfalls die Nummer zwei in Europa ! Und: wir
haben die Merkel-Truppe geschlagen ! Im TV ein Zwischenschnitt auf das Gesicht des
Stürmerstars Balotelli. Es ist inzwischen wie versteinert. Non è possibile ! Es ist wie ein
kollektives Aufheulen, als das 4 : 0 fällt. Jetzt breitet sich Zynismus aus. Na, das war
klar, das das auch noch kommt. Super, die Spanier. Die ersten Zuschauer verlassen die
Bar. Es wird immer ruhiger. Das tut mir wirklich leid für die Italiener, meint einer der
deutschen Gäste, findet damit aber keine Beachtung. 1, 2, 3...finita ! ruft der RAIReporter.
Das Licht in der Bar geht wieder an. Marco hat nur noch die Kraft seinen
schlechten Scherz vom Vormittag fortzusetzen: Deshalb sollen Frauen nicht zuschauen,
das bringt kein Glück !!!! Am Nebentisch ist rasch noch ein anderer Grund für die
Niederlage gefunden: Deutschland hat verloren wegen der Merkel, Italien wegen Monti !
Die Fernsehübertragung ist – aus spanischer Sicht – am Höhepunkt. Die Spanier halten
strahlend den Pokal in die Kameras. 8 Kilo schwer, Gold ...vermeldet der Reporter. Die
Kameras sind unbarmherzig: Pirlo weint. Buffon weint. Balotelli weint. Und ein paar
Tränen fließen auch auf der kleinen Piazza von Prepotto in den friulanischen Hügeln

**************************************

“Unser Friaul“ schildert ein Friaul, das es zu entdecken gilt
Die beiden österreichischen Autoren sind schon „halbe Friulaner“ geworden, sie haben in Varmo in der Nähe der Villa Manin ein Haus erworben. Mit dem Bezug dieses Hauses fanden sich Freunde, die Liebe zum Winzern, die Freude an Entdeckungen und wie Gisela Hopfmüller an diesem Abend anmerkte „einmal Journalist, immer Journalist“, der Autoren Tätigkeit beim ORF schlug sich in Form eines wirklich lesenswertem Buches nieder (meint ihr regionaut, der selbst immer sagt „Friaul sei seine zweite Heimat“).

Frau Hopfmüller las aus den Kapiteln des Hauserwerbs, der geheimnisvollen Quellen in diesem Gebiet, von den Schönheiten der Palazzi - innen und anderen kleinen Kostbarkeiten aus der Region.

Schiopettino, Käse und Plaudereien
„Sind Sie auch ein Freund des Friauls?“ Diese Frage war wohl die meistgestellte des Abends unter den Gästen. Interessiert lauschten sie den Auszügen aus dem Buch, ein Glas des hervorragenden, aber nur im Friaul erhältlichen Schiopettino in Händen und plauderten mit den Autoren und ihren Freunden. Denn Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac hatten Freunde aus dem Friaul mitgebracht: Marco Grassi und seine Frau Tiziana „Gioia“ Buiatti von der „Trattoria da Mario“ in Prepotto nahe Cividale del Friuli und das Winzerehepaar Dottoressa Raffaella Nardini und Dottore Roberto Komjanc von der Weinkellerei Komjanc aus San Floriano del Collio, hart an der slowenischen Grenze. In Italien behält die Frau den Mädchennamen und Weinfachleute haben heutzutage schon studiert. Aber allen Vieren ist eines gemeinsam: sie sind überaus sympathische Menschen. Marco Grassi ist ein Spezialist für den seltenen Friauler Wein des Namens Schioppettino – er hat in seiner Trattoria gar eine eigene „Enoteca“, eine Weinhandlung, für diesen Wein. Nebenbei, seine Frau Gioia kocht ausgezeichnet und im Buch „Unser Friaul“ verrät sie einige Rezepte. Die beiden jungen Winzer wiederum sind „alte Bekannte“ – sie sind seit Jahren bei den Italienischen Tagen in Hallein Anfang August vertreten.

Peter Krackowizer

**************************************************

Es war ein Fest mit vielen Freunden, das da am 15.Juli in Klagenfurt stattgefunden hat:
Die Präsentation unseres Friaul-Buches in der Buchhandlung Heyn !
foto - www.mein-klagenfurt.at

Mehr als 100 Menschen waren gekommen, um sich von Franz und mir übers Friaul erzählen und aus unserem Buch vorlesen zu lassen, wie wunderbar Friaul und seine Menschen sind, was alles wir an Schönem erfahren und gelernt haben. Die wunderschönen Reaktionen des Publikums haben uns gezeigt: außer uns fühlen sich noch viele andere auch dem Friaul sehr verbunden. Der Geschäftsführer der Buchhandlung Heyn, Helmut Zechner, hatte es sich nicht nehmen lassen, für diesen Abend eine Vielzahl von friulanischen Köstlichkeiten selbst zu kochen - ein wahrer Genuss !


Und besonders schön war auch, dass Freunde aus Friaul gekommen sind !!!! Allen voran Marco und Gioia, unsere Winzer-Freunde Lino Casella aus Prepotto, Roberto und Raffaella Komjanc aus San Floriano del Collio, Paolo und Fabiola Ferrin aus Camino al Tagliamento. Von dort ist auch unser Lieblingsfleischhauer Valentino Zanin gekommen. Diese Winzer haben für die Buchpräsentation auch ihren köstlichen Wein mitgebracht. Aber auch einige, die nicht selbst kommen konnten, waren jedenfalls mit ihren Weinen dabei, wie Anna Grillo, Valerio Marinig und Hilde Petrussa aus Prepotto oder Emilio Bulfon aus Valeriano/Pinzano.
Und was Franz und mich auch besonders gefreut hat: der Bürgermeister von Varmo, das ja unsere zweite Heimat geworden ist, Sergio Michelin ist auch selbst gekommen, um bei unserer Präsentation dabei zu sein. Der Klagenfurter Bürgermeister wurde durch Gemeinderätin Irene Wulz vertreten, die charmant die Grüße der Stadt speziell für die friulanischen Freunde überbrachte.

************************************************
Die Meinung aller war: Mit unserem Buch und nach solch einem genussvollen Abend will man nur eines, sofort losfahren ins Friaul !!!!




Unser friulanischer Frühling hat begonnen: Die Reben in unserem Weingarten sind geschnitten. Alles beginnt auszutreiben. Und bald wird in unserem Garten wieder die unglaubliche Vielfalt an Grüntönen zu sehen sein, die dem Auge so wohl tut. Die ersten kleinen Eidechsen erkunden an Sonnentagen schon die Hausmauer. Wir planen den Gemüsegarten und können mittags schon wieder vor dem Haus im Freien essen. Wunderbar !
Und nun gibt es auch unser neues Buch: ''Unser Friaul'' heißt es. Viel von unserem friulanischen Leben haben wir darin festgehalten, auch in der Hoffnung, anderen so viele glückliche Momente in dieser wunderbaren Gegend zu ermöglichen, wie wir sie selbst erleben.

*************************************************

Der Duft der blühenden Robinien, das frische Grün der Weingärten, Bäume und Wiesen, die warme Luft eines herrlichen Mai-Samstags, viele glückliche und fröhliche Menschen, die einem jungen Paar das Allerbeste auf ihrem gemeinsamen Weg wünschen - das war der Tag der Hochzeit von Giacomo und Anna. Eine herrliche Stimmung mit den friulanischen Freunden, die man in der Intensität nicht oft spürt. Marco, Tiziana, Giacomo und Anna haben uns mit ihrer Einladung das Miterleben lassen. Alle Schönheiten der Gegend, alle Gastfreundschaft der Menschen erschließt sich in diesem Frühling besonders stark, auch noch, wenn wir wieder im Büro in Wien sind und den Alltag mit Erinnerungen aufhellen.

*************************************************

Noch bläst in Wien der Wind ziemlich kalt, aber im Friaul sind die Magnolien schon am Aufblühen ! Zwischen Wien und Klagenfurt plagen sich Schneeglöckchen durch die Schneereste, aber in unserem friulanischen Garten blühen schon die Forsythien und die Veilchen. Die Weinreben sind geschnitten und die Knospen beginnen deutlich zu schwellen, die Wiese drum herum ist schon wieder grün - der friulanische Frühling ist einfach viel schneller da, auch heuer.
Und wenn jetzt in den hübschen Orten zwischen Collio und Grave wieder die Zeit der ''sagre'' anbricht und ordentlich gefeiert wird, dann sind Wirtschaftskrisenzeiten rasch vergessen....wenigstens für ein paar Stunden.
Es kann nicht mehr lang dauern, dann blüht wieder die wundervolle Glyzinie vor Marcos Haus ! Trinken wir ein Gläschen Schiopettino oder zwei und freuen uns auf alles, was es im Frühling zu feiern geben wird..............

**************************************************
Wenn in Wien ein paar Schneeflocken fallen, die Kälte herumzieht und die Tage so schrecklich kurz sind, dann wird die Sehnsucht nach ''unserem'' Friaul besonders groß. Ein paar Grad mehr an Temperatur und die herzliche Gastfreundschaft unserer Freunde zwischen Collio und Grave, die tun einfach unheimlich gut. Einfach ein bißchen ausklinken aus allen Mißlichkeiten der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise, die uns Journalisten in Atem hält, eintauchen in alle Genüsse des Friaul - und sei es nur ein Wochenend-Ausflug, das hilft Körper, Seele und Geist. Also los, nichts wie hin!

**************************************************

Unser friulanischer Sommer hat so viele herrliche Facetten ! Die Spaziergänge am Meer, das Erforschen des Tagliamento von der Quelle beim Passo Mauria bis zur Mündung neben Lignano-Riviera, das Erforschen guter Weine (auch mit Tips von Marco, selbstverständlich!), das Genießen von Gioias Küche, die Ausstellung ''Borse e borsette'' im Schloß Duino, Gäste bewirten im eigenen Garten mit dem Überangebot an Tomaten, Zucchini, Melanzani, Paprika, die reif werden, und vieles mehr. Neue friulanische Rezepte ausprobieren macht ebenso Spaß wie das Einkochen von eigenen Zwetschken, Feigen und Tomaten. Und man kann so herrlich variieren: Mal einen Tag lang einen Ausflug machen, dann wieder ein ruhiger Tag im Garten (vielleicht mit einem kurzen morgendlichen Abstecher zum Schwimmen im Meer). Große Hitze und Gewitter gehören zu diesem Ferien-Programm genauso dazu wie laue Sommernächte mit einem Himmel voller Sterne. Die Vielfalt unseres zweiten Lebens im Friaul zieht uns jedesmal wieder in ihren Bann !

************************************************

Jetzt geht der Sommer richtig los ! Die Fußball-EM ist vorbei, Spanien hat verdient den Titel gewonnen, was nicht nur uns beide freut, sondern auch die meisten unserer Freunde und Bekannten. Und jetzt wird auf Urlaub gefahren. Auf unseren regelmäßigen Fahrten von Wien ins Friaul sind wir nun begleitet von vielen anderen, die mit vollgepacktem Auto Richtung Süden ziehen.
Wir selbst sehen uns ja nicht mehr wirklich als Touristen, seit wir das Haus im Friaul haben. Unser zweites Leben, abseits von Büro- und Medien-Stress, und voller neuer Bekanntschaften und Freundschaften, Genuss, Erholung, Garten und Weingarten. Seit mehr als sechs Jahren haben wir das Haus schon. Aber unlängst haben wir rekonstruiert, dass es schon mehr als zehn Jahre her sein muß, dass wir das erste Mal bei Marco und Gioia waren und ihre Gastfreundschaft genossen haben. Kaum zu glauben, aber inzwischen können wir uns Friaul ohne die Trattoria „ da Mario“ und den Schioppettino gar nicht mehr vorstellen. Und jetzt erst mit dem neuen Gastgarten! Auf zu all den herrlichen Sommergenüssen !



 
Powered by Start2000